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Ingenieur- und Architektenleistungen für Denkmalobjekte
Dipl. Restaurator (FH) Jens Linke
Dipl. Restaurator Dr. Arnulf Dähne


Materialanalytik, Bauforschung, Erfassung, Konzeption
Dipl. Restaurator (FH) Jens Linke
Dipl. Restaurator Dr. Arnulf Dähne
Restauratorin MA  Marie-Luise Linke

Kunst – u. Kulturgut aus porösen Baumaterialien, Holz und Metall, Wandmalerei, Architekturfassung, Ausstattungen, Kunstgut
Dipl. Restaurator (FH) Jens Linke
Dipl. Restaurator Dr. Arnulf Dähne
Restauratorin MA  Marie-Luise Linke


Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

 

 

 

Unsere Philosophie

Denkmalpflegerische Maßnahmen bedürfen einer besonders sorgfältigen Planung. Die Zielstellungen können grundsätzlich nur aus dem Bestand resultieren.
Um Entscheidungen angemessen treffen zu können, ist die Kenntnis über die Identität und den Wert des Denkmals und seiner Teile von ebenso großer Bedeutung wie die Informationen zum Erhaltungszustand, den vordringlichen Schäden, ihrer Ausprägung und ihrer Ursachen.   Nur so ist es möglich, ein Denkmal in eine verträgliche Nutzung überführen zu können.
Der unbefangene Außenstehende wird sich immer fragen:  „Was soll der ganze Aufwand?  Sind diese, mitunter sehr kostenintensiven Untersuchungen überhaupt notwendig oder handelt es sich wieder um eine neue Variante des Business?“
Sicher, die Angst vor Scharlatanen und mehrfachen Wiederholungen längst untersuchter und bekannter Probleme ist berechtigt.  Es besteht jedoch immer ein nicht zu bestreitender objektspezifischer Bedarf an Untersuchungen, um die richtige Bearbeitungsvariante zu finden.

Bestandserfassung
Der Bestand eines Kunst- oder Denkmalobjektes meint Lokalisierung, Exposition, Aufbau, Gestaltung, Materialität, Konstruktion, Herstellungstechnik aller seiner Teile, dazu seine Entstehungs- und Nutzungsgeschichte, ergangene Ergänzungen und Veränderungen sowie die Umfeldbedingungen und ihre Entwicklung.
An nur noch wenigen Objekten ist der Werkbestand erhalten geblieben und zunehmend fallen auch diese Befunde „Sanierungsmaßnahmen“ zum Opfer. Eine Bestandserfassung trägt also nicht nur zur sicheren Erarbeitung von Konservierungs-, Restaurierungs- und Sanierungskonzepten bei, sie ist auch Garant für den substantiellen Erhalt von Kunst- und Kulturgut.

Zustandserfassung
Der Zustand definiert sich zunächst aus den Schadbildern und ihrer Gradation. Die Ermittlung und Erfassung phänomenologischer Schadbilder ist zumeist Kern der restauratorischen Zustandserfassung. Mit ver-schiedenen Methoden der Materialuntersuchung werden auch Schäden ermittelt, die sich nicht durch ein sichtbares, spezifisches Erscheinungsbild zeigen.
Schäden zeigen sich jedoch nicht nur in substanzieller Art und Weise, eine weitere Betrachtung verdient der Zustand eines Denkmals auch aus ideeller Sicht.

Schadursachenanalyse
Neben der Einschätzung kunst- und kulturhistorischer sowie technikgeschichtlicher Wertigkeiten gehören die Ermittlungen und Analysen von Schadursachen und -mechanismen zu den Hauptaufgaben, um den Handlungsbedarf und die denkmalpflegerische Zielstellung für die notwendigen Maßnahmen und Behandlungen ableiten bzw. erarbeiten zu können. Somit wird sicher gestellt, dass bei der notwendigen Bearbeitung nicht nur die Schäden behoben, sondern auch deren Ursachen zukünftig  ausgeschlossen werden.

Konzeption
Die Identifizierung eines Objektes gehört zu den wichtigsten Planungsvoraussetzungen bei der Restaurierung. Eine gewissenhafte Untersuchung kann sich nicht nur auf das Studium von Sekundärliteratur beschränken. Hierzu ist insbesondere eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie erforderlich.
Durch Voruntersuchungen und Objektanalysen gewonnene Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Erstellung von Maßnahmekonzepten. Diese beinhalten die Festlegung und Beschreibung der notwendigen Maßnahmen und Behandlungen mit Erläuterungen zu Ausführungstechniken und Materialien, sowie die Lokalisierung durch Kartierungen.
Die Formulierung der notwendigen Maßnahmen und Behandlungen führt nach erfolgter Abstimmung mit dem Bauherrn und den zuständigen Behörden zur unmittelbaren Umsetzung oder zur Erstellung von Leistungsverzeichnissen und zugehöriger Kostenplanung.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, befundbasierende Gestaltungskonzepte zu erstellen oder Pflegekonzeptionen bzw. –vorschläge für die kontinuierliche Objektbetreuung zu erarbeiten.

 

Den Protagonisten der Denkmalpflege wird ein beträchtlicher Teil des Kulturerbes anvertraut. Sie tragen Verantwortung das Anvertraute zu bewahren,  um es an nachfolgende Generationen weiter geben zu können.
Die Restauratoren nehmen hier eine besondere Stellung ein, denn sie sind diejenigen, die mit ihrer Arbeit wesentlich über Fortbestehen oder Niedergang eines Denkmals entscheiden.
Vom Restaurator wird hernach ein außerordentliches Verantwortungsbewusstsein verlangt. Er ist das Werkzeug der Gesellschaft, was aus der komplexen interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeit hervorgegangen ist. 
Auch wenn es mitunter so erscheint, ist die Arbeit der Restauratoren keine Zauberei und schon gar nicht geheimnisvoll. Sie ist von einer methodischen Herangehensweise geprägt, die sich entwickelt und langsam festigt.
So schwierig die einzelnen Probleme auch sein mögen, die bestmögliche, seinem Charakter gerecht werdende Bearbeitungsmethode kann für jedes Objekt nur gefunden werden, wenn die Bereitschaft besteht, aus einem Katalog von Möglichkeiten im interdisziplinären Disput den besten Lösungsweg zu finden.
Auch scheinbar klare Entscheidungen müssen nicht zwangsläufig richtig sein.  Möglicherweise erweisen sie sich in Zukunft sogar als falsch. Viel wichtiger ist, dass Entscheidungen mit dem nötigen Bewusstsein getroffen werden.
Auch wenn es in der Praxis noch weit verbreitet ist, darf es nicht zum gedankenlosen Anwenden von Rezepten und Vorschriften kommen.

Im Wandel der Auffassungen beschreibt die Konservierung eines Denkmals heute den Erhalt eines aus der epochalen Entwicklung hervorgegangenen „gewachsenen“ Zustandes.
Der Reversibilität aller Maßnahmen und Eingriffe kommt größte Bedeutung zu. Da die Reversibilität jedoch mehr philosophisch existiert, steht die Suche nach  präventiver Konservierung immer im Vordergrund.
Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden naturwissenschaftlichen Analyseverfahren müssen die materialimmanenten Objektzustände festgestellt werden. Eine Konservierung kann demzufolge immer nur so gut sein, wie die ganzheitliche systematische Voruntersuchung und der Stand der Wissenschaft.

 

Konservierung und Restaurierung stehen vulgo für Denkmalpflege im Allgemeinen. Des Weiteren werden in diesem Zusammenhang auch Begriffe wie Renovierung und Sanierung genannt.
Allein die Begriffe sollten mit Bedacht gewählt werden, besitzen diese doch eindeutige und sehr unterschiedliche Inhalte.

konservieren
conservare [lateinisch]: erhalten, bewahren

restaurieren
[lateinisch] restaurare: wieder herstellen

sanieren
[lateinisch] sanare: heilen

renovieren
[lateinisch] renovare: erneuern

Im engsten Sinne hat Denkmalpflege - als die Pflege  von Denkmalen- lediglich die Konservierung zum Inhalt. Die Restaurierung findet ihre Berechtigung dort, wo künstlerische, architektonische oder inhaltliche Aussagen durch Schäden verloren gegangen oder beeinträchtigt sind.
Renovierungen und Sanierungen gehören nicht zum ureigensten Aufgabengebiet der Denkmalpflege, haben hier jedoch im Zusammenhang mit der Konservierung und Restaurierung gebilligten Einzug halten können

 

Die Dokumentation der Maßnahmen dient zunächst der Verfügbarmachung und Bewahrung von Informationen. Sie bleibt nach ergangenen Maßnahmen oft die einzige Quelle. Daraus entstehen besondere Anforderungen an die Organisation, Darstellung und Form, aber auch an die Beständigkeit der neu geschaffenen Dokumente, an die dauerhafte Möglichkeit der Verwaltung und Benutzbarkeit.
Dokumentationsmethoden lassen sich, wie Untersuchungen, nicht vollständig standardisieren.
Theoretisch bestehen für Dokumentation hinsichtlich Umfang, Informationsdichte und Genauigkeit nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Deshalb kommt der Auswahl der Mittel und Methoden sowie der Festlegung des Umfanges und der Detailliertheit eine große Bedeutung zu. Diese Auswahl wird von der jeweiligen Fragestellung, von den spezifischen Gegebenheiten, von verfügbaren Ressourcen und nicht zuletzt von der Kompetenz und Kenntnis des Bearbeiters bestimmt. Vor allem aber hat jedes Objekt spezifische Eigenschaften, die eine jeweils abgestimmte Dokumentationsmethode erforderlich machen.
Moderne Datentechnik ermöglicht eine umfassende Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen. Bestand, Schäden und Maßnahmen werden z.B. über Zeichenprogramme und Datenbanken zu übersichtlichen und einfach nutzbaren Dokumentationen gefasst. Die Dokumentationen beinhalten die übersichtliche Darlegung aller Untersuchungs- und Analyseergebnisse und den lückenlosen Beleg der Maßnahmen und Behandlungen. Verwendete Materialien sowie deren Verarbeitung werden in reproduzierbarer Art und Weise ausführlich beschrieben.
Die verbalen Beschreibungen erfahren durch Fotokataloge, Kartierungen und andere bildliche Dokumente Unterstützung.